AKW-Laufzeitverlängerungen drohen – Hiroshima und Nagasaki mahnen! Wir wollen der Opfer der Atombombenabwürfe gedenken und rufen am 7. August auf zur Fahrrad-Demos – 13 Uhr Bahnhof Gronau oder 13 Uhr Bahnhof Ochtrup- und Kundgebung 14 Uhr Urananreicherungsanlage – Atomausstieg und atomare Abrüstung jetzt statt Wettrüsten, Bedrohung und Blockade der Energiewende.

Die Verlängerung von AKW-Laufzeiten wird kaum Gas einsparen, da viele Gas-Kraftwerke gleichzeitig Fernwärem zum Heizen liefern oder als Spitzenlast-Kraftwerke kurzfristig benötigten Strom bereitstellen. Dies beides können AKW nicht –  die Laufzeitverlängerung, insbesondere mit neuen Brennelementen, würde also lediglich zu weiteren Übergewinnen der Stromkonzerne führen. Dies liegt daran, dass die Strompreise an die Gaspreise gekoppelt sind, der AKW-Betrieb aber keine und mit neuen Brennelementen wohl nur geringe kriegsbedingte Kostensteigerungen haben dürfte.

Wir fordern die planmäßige Abschaltung der AKW und der Atomfabriken in Lingen, Gronau und anderswo!

Die Urananreicherungsanlage Gronau bietet die technische Grundlage zur Herstellung von Atombomben und ist damit Teil des atomaren Wettstreits und der atomaren Bedrohung. Auf Grundlage der Anreicherungstechnologie des Urenco-Konzerns beruhen die Atomstreitkräfte Pakistans, Nordkoreas und auch die diesbezüglichen Unternehmungen des Irans. Wer atomare Abrüstung statt gegenseitige Bedrohung mit der atomaren Vernichtung will, muss auch die Gronauer Urananeicherungsanlage stilllegen! Das „Gleichgewicht des Schreckens“ soll zwar die jeweils andere Seite vor einem atomaren Erstschlag abhalten, bewahrt nicht jedoch vor Fehlern, Missverständnissen, oder einer „Nach-mir-die-Sinflut-Ideologie“ und so der Auschlöschung der Erde.

Wir fordern die Vernichtung aller Atomwaffen weltweit und Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrages durch die Bundesrepublik!

Der Weiterbetrieb europäischer Atomanlagen ist eng mit der russischen Atombehörde Rosatom verknüpft. Rosatom ist direkt Präsident Putin unterstellt, einerseits ist diese Behörde für die Instandhaltung und Einsatzbereitschaft der russischen Atomwaffen zuständig und andererseits ein großer Player in der Atomindustrie. Über Rosatom liefert Russland 20% des in der EU benötigten Urans, weitere 20% kommen aus Putins Vasallen-Staat Kasachstan. Rosatom baut und finanziert AKW-Neubauten und Umbauten, in Finnland seit Kriegsbeginn abgebrochen, in Ungarn weiterhin. Rosatom kooperiert mit den französischen Atomkonzernen Orano und EDF, ein geplantes Joint-Venture mit der EDF-Brennelemente-Fabrik Lingen wurde kurz vor Kriegsbeginn gestoppt. Über Rosatom entsorgte Urenco ca. 45.000 Tonnen Uranmüll aus der Gronauer Urananreicherungsanlage in Russland unter freiem Himmel.

Wir fordern Rosatom und die zugehörigen russischen Konzerne endlich auf die Sanktionsliste zu setzen und nicht über Atomkraft weiter Russland, seine Atombomben und sein Militär zu finanzieren!